EEG-Einspeisungen

Informationen zur EEG-Einspeisung

Sie wollen mit Hilfe von erneuerbaren Energiequellen Strom erzeugen und dabei einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt und für eine saubere Luft leisten. Mit dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien hat die Bundesrepublik Deutschland die notwendigen Voraussetzungen für die Abnahme und Vergütung von Strom, der ausschließlich aus Wasserkraft, Windkraft, solarer Strahlungsenergie, Geothermie, Deponiegas, Grubengas oder aus Biomasse gewonnen wird, geschaffen.

Man kann nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass der Netzanschluss der Eigenerzeugungsanlage nach EEG über den bestehenden Hausanschluss sowie das bestehende Versorgungsnetz möglich ist. Diese Aussage gilt unabhängig von der Anlagenleistung und kann wegen der Vielzahl von Einspeisern auch bei kleinen Anlagen zutreffen. Für den Anschluss an einen eventuell zu ermittelnden Anschlusspunkt gemäß EEG können Anschlussänderungen notwendig werden. Eventuell kann der Anschluss auch erst nach Durchführung von Maßnahmen im Stromversorgungsnetz erfolgen. Schließen Sie deshalb keine endgültigen Kaufverträge, bevor nicht die Einspeisemöglichkeit geprüft wurde. 


Um einen reibungslosen Ablauf für den Bau Ihrer Eigenerzeugungsanlage nach EEG zu gewährleisten beachten Sie bitte unsere folgenden Hinweise:

Anfrage zur Stromeinspeisung aus einer Eigenerzeugungsanlage in das Niederspannungsnetz bei den Stadtwerken Deggendorf
Um eine zügige Projektabwicklung gewährleisten zu können, möchten wir Ihnen die bei uns übliche Vorgehensweise aufzeigen:
Vorab muss ein Antrag schriftlich (per Post, Fax oder E-Mail) bei den Stadtwerken Deggendorf eingehen. Dieser Antrag muss die unter Punkt 1 aufgeführten Daten enthalten.

1. Netztechnische Vorprüfung
Um den technisch und wirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt der Anlage zum vorhandenen Versorgungsnetz zu lokalisieren (vgl. § 8 EEG 2013), ist vorab eine netztechnische Vorprüfung unter Berücksichtigung der örtlichen Netzstruktur erforderlich.
Hierfür benötigen wir:

  • Antragstellung für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (Anlage G1),
  • Datenblatt mit den technischen Daten der Anlage (Anlage F2),
  • einen Lageplan (möglichst Maßstab 1:1.000, Flurnummer), aus dem der Standort der geplanten Eigenerzeugungsanlage hervorgeht.

Erst nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse kann eine verbindliche Aussage über die Anschlussausführung Ihrer Eigenerzeugungsanlage getroffen werden.
Sollte der Betrieb Ihrer Eigenerzeugungsanlage am Niederspannungsnetz nicht möglich sein, ist eine mittelspannungsseitige Anbindung erforderlich. In diesem Falle werden wir gesondert auf Sie zukommen.

2. Einspeisezusage
Wenn die netztechnischen Voraussetzungen, unter Einhaltung der VDE Anwendungsregel VDE-AR-N 4105:2011-08, gewährleistet sind, erhalten Sie für Ihr Projekt eine Einspeisezusage an dem ermittelten Verknüpfungspunkt.
Wird nicht innerhalb eines halben Jahres nach Zugang der Einspeisezusage der Anschluss beantragt, erlischt die Zusage.

3. Projektierung/Auftragserteilung
Sollte aufgrund der netztechnischen Vorprüfung die Verlegung einer kundeneigenen in Ihrem Eigentum stehenden Anschlussleitung erforderlich werden, sind wir gerne bereit, Ihnen ein Angebot auf Basis einer von uns in Abstimmung mit Ihnen gewählten Trasse für die Anschlusserstellung zu unterbreiten. Hierfür benötigen wir von Ihnen einen Lageplan, aus welchem die Grundstücksgrenzen (Flurnummern) hervorgehen.
Bevor Sie uns den Auftrag zur Erstellung der Anschlussleitung erteilen, müssen alle Grundstücksbenutzungsfragen von Ihnen geklärt sein.

4. Vereinbarungen für Stromlieferung und -bezug
Die Vereinbarungen über die Abnahme und Vergütung für Strom aus Ihrer Eigenerzeugungsanlage, sowie über den Strombezug für den Eigenbedarf Ihrer Anlage werden nach Inbetriebnahme gesondert abgeschlossen. Die Einspeisung wird mit monatlicher Abschlagszahlung und Schlussrechnung zum 31.12. des Jahres nach Gesetz vergütet.

Nachweise zur Erfüllung der gesetzlich geforderten Voraussetzungen für die Vergütung der eingespeisten Energie obliegen dem Anlagenbetreiber und sind schriftlich einzureichen. Bei fehlender Meldung an die Bundesnetzagentur und nicht fristgerechter Umsetzung des Einspeisemanagements verringert sich die Vergütung auf 0,00 ct.

5. Inbetriebnahme
Nach Fertigstellung der Anlage ist die Inbetriebnahme durch ein eingetragenes Elektroinstallationsunternehmen, in der Regel der Anlagenerrichter, anzumelden. Bei der Inbetriebnahme ist ein Prüfprotokoll durch den Anlagenerrichter/-betreiber zu erstellen und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen nachzuweisen.
Die Inbetriebnahme wird nach Terminvereinbarung im Beisein mit den Stadtwerken Deggendorf durchgeführt. Hierfür wird eine Pauschale berechnet.
Hierfür benötigen wir:

  • Inbetriebsetzungsprotokoll – Erzeugungsanlagen Niederspannung (Anlage F1)
  • Konformitätsnachweis für Erzeugungseinheiten (Anlage G2)
  • Konformitätsnachweis für den Netz- und Anlagenschutz (Anlage G3)
  • Prüfbericht für Erzeugungseinheiten (Anlage F3)
  • Prüfbericht zum Netz- und Anlagenschutz (Anlage F4)
  • Anlagenschemaplan, einpolig, mit Darstellung von Erzeugungseinheit, Messseinrichtung und Netzanschluß
  • Formular Messkonzept für Eigenerzeugungsanlage

6. Sonstiges
Es ist darauf zu achten, dass unsere Ton-Rundsteuerfrequenz von 485 Hz durch Ihre Eigenerzeugungsanlage nicht beeinträchtigt wird. Sind Sie an einer netztechnischen Vorprüfung interessiert, legen Sie uns bitte die vorstehend angeführten Unterlagen vor.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Wir wünschen Ihrem Projekt viel Erfolg.

Ansprechpartner Vergütung/Abrechnung
Günter Eisenhut
Tel: 0991/3108-204
Fax: 0991/3108-260

Ansprechpartner technisch 
Franz Seidl
Tel: 0991/3108-217
Fax: 0991/3108-260